Verkauf & Nachfolge

    Unternehmensnachfolge regeln

    Vier Wege, ein Lebenswerk in gute Hände zu übergeben.

    Mehr als 500.000 Unternehmen in Deutschland stehen in den nächsten zehn Jahren vor der Nachfolge. Für die meisten Inhaber ist es die wichtigste unternehmerische Entscheidung ihres Lebens. Trotzdem beginnen viele zu spät, nehmen sich zu wenig Zeit oder unterschätzen, wie komplex die Übergabe wirklich wird.

    Wir begleiten Inhaberinnen und Inhaber von der ersten strategischen Überlegung bis zur erfolgreichen Übergabe. Ob familiäre Lösung, Management Buy-Out, externer Käufer oder eine Mischform. Unser Anspruch: Ihr Unternehmen geht in Hände, die es weiterführen werden, und Sie selbst ziehen sich finanziell abgesichert und mit gutem Gewissen zurück.

    5-10x EBITDA

    24-60 Monate

    Vier Wege

    Bis zu 100%

    Warum die Nachfolge in Deutschland gerade jetzt zählt

    Die demografische Welle trifft den deutschen Mittelstand mit voller Wucht. Die Inhabergeneration der Wirtschaftswunder-Nachzügler erreicht das Rentenalter, oft ohne klare Nachfolgeregelung. In vielen Branchen verschiebt sich damit der unternehmerische Schwerpunkt einer ganzen Generation.

    Studien des IfM Bonn rechnen mit rund 190.000 übergabereifen Unternehmen allein zwischen 2022 und 2026. Über die Hälfte davon hat noch keine konkrete Nachfolge geplant. Die Folge: ein wachsender Angebotsüberhang an verkaufsbereiten Unternehmen, der Verhandlungsmacht von Inhabern zu Käufern verschiebt.

    Die familiäre Nachfolge verliert an Bedeutung. Weniger als 40 Prozent der Übergaben gehen heute innerhalb der Familie. Externe Lösungen wie MBO, MBI und strategischer Verkauf gewinnen massiv. Inhaber müssen sich früher als je zuvor mit Käuferlandschaft und Verkaufsprozessen auseinandersetzen.

    Wer heute mit der Planung beginnt, hat noch alle Optionen offen. Wer wartet, verliert Optionen und damit Verhandlungsmacht. Die nächsten 24 bis 60 Monate entscheiden bei vielen Inhabern darüber, ob die Nachfolge eine erfüllende Abschlussphase oder ein hektischer Notverkauf wird.

    Die vier Wege der Unternehmensnachfolge

    Jeder Weg hat eigene Logik, eigene Käufer und eigene steuerliche Konsequenzen. Die Entscheidung fällt selten am Anfang. Sie reift im Lauf der Vorbereitung, wenn sich Optionen konkret bewerten lassen. Für den externen Weg vertiefen wir das Vorgehen auf unserer Seite zum GmbH-Verkauf.

    01

    Familieninterne Nachfolge

    Übergabe an Kinder, Ehepartner oder andere Familienmitglieder.

    Vorteile

    Steuerliche Verschonung nach §§ 13a, 13b ErbStG, kontinuierliche Werteorientierung, hohe emotionale Stimmigkeit.

    Wann sinnvoll

    Wenn ein qualifizierter Nachfolger in der Familie da ist und Interesse hat.

    02

    Management Buy-Out (MBO)

    Übernahme durch das bestehende Führungsteam.

    Vorteile

    Kontinuität für Mitarbeiter und Kunden, Käufer kennt das Geschäft, Loyalitäts-Effekt.

    Wann sinnvoll

    Wenn ein starkes zweites Glied im Unternehmen existiert und Kapital oder Verkäuferdarlehen tragbar sind.

    03

    Management Buy-In (MBI)

    Übernahme durch einen externen Manager, oft mit Investor im Hintergrund.

    Vorteile

    Frische Perspektive, neues Wachstumskapital, vollständige Eigentumsübertragung.

    Wann sinnvoll

    Wenn kein interner Nachfolger da ist, aber das Geschäft eigenständig führbar ist.

    04

    Externer Verkauf

    Verkauf an strategische Käufer, Private Equity oder Family Offices.

    Vorteile

    Typischerweise höchster Verkaufspreis, klarer Ausstieg, professionelle Käuferlandschaft.

    Wann sinnvoll

    Wenn maximaler Wert realisiert werden soll oder kein anderer Weg möglich ist.

    Steuerliche Gestaltung der Nachfolge

    Die familieninterne Nachfolge nach ErbStG §§ 13a, 13b ist einer der stärksten Steuer-Hebel des deutschen Mittelstands. Die Regelverschonung stellt 85 Prozent des begünstigten Vermögens steuerfrei, bei einer Behaltefrist von 5 Jahren und einer Lohnsummen-Untergrenze. Die Optionsverschonung erhöht den Freibetrag auf 100 Prozent, fordert dafür eine Behaltefrist von 7 Jahren und höhere Lohnsummen-Anforderungen. Ab begünstigtem Vermögen über 26 Mio. Euro greift zusätzlich die Großerwerbsregelung mit Bedürfnisprüfung.

    Bei der Wahl zwischen Schenkung zu Lebzeiten und Erbfall geht es um Planungssicherheit. Schenkungen können steuerlich strategisch über mehrere Jahre gestaffelt werden, weil Freibeträge alle 10 Jahre neu greifen. Der Erbfall ermöglicht oft günstigere Bewertungsregelungen, bietet aber weniger Steuerungsmöglichkeiten und keine Korrekturchance.

    Pflichtteilsrecht und Familienkonflikte sind die unterschätzten Risiken der familiären Nachfolge. Bei Schenkungen an einzelne Kinder oder Verwandte können später Pflichtteilsansprüche entstehen, die die operative Stabilität des Unternehmens gefährden. Pflichtteilsverzichte und Familiengesellschaftsverträge sind hier die zentralen Strukturierungs-Werkzeuge.

    Bei MBO und MBI ohne Familienbezug greift die ErbStG-Verschonung in der Regel nicht. Dafür stehen andere Hebel zur Verfügung: Verkäuferdarlehen, gestaffelte Kaufpreiszahlungen und Holding-Strukturen mit Sperrfristen können die Steuerlast deutlich reduzieren. Welche Struktur passt, hängt vom Verkaufspreis, vom Zeithorizont und vom Lebensplan nach der Übergabe ab.

    Hinweis

    Diese Ausführungen ersetzen keine individuelle steuerliche oder erbrechtliche Beratung. Wir koordinieren auf Wunsch die Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerberater und Anwalt.

    Wer übernimmt Unternehmen im Mittelstand

    Die Käuferlandschaft im Mittelstand hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich diversifiziert. Neben Familie und Management treten zunehmend professionelle Investoren auf, jeweils mit eigener Logik und eigenen Erwartungen. Für den externen Verkaufsweg vertiefen wir die Käufertypen ergänzend auf unserer Sister-Page zum GmbH-Verkauf.

    01

    Familienmitglieder mit unternehmerischem Profil

    • ·Kinder, Ehepartner oder Verwandte, die das operative Geschäft fortführen.
    • ·Oft mit jahrelanger Vorbereitung im Unternehmen.
    • ·Niedrigere finanzielle Hürde durch Schenkungsmodelle möglich.
    02

    Internes Management-Team

    • ·Geschäftsführer oder Schlüsselpersonen, die das Unternehmen kennen.
    • ·Finanzierung typischerweise über Eigenkapital, Verkäuferdarlehen und Bankfinanzierung.
    • ·Hohe Kontinuität für Mitarbeiter und Kunden.
    03

    Externe Manager mit Investorenhintergrund

    • ·Erfahrene Führungskräfte, die mit Family-Office- oder PE-Kapital eigene Beteiligungen aufbauen.
    • ·Search-Fund-Modell aus den USA gewinnt in DACH seit 2020 stark an Bedeutung.
    • ·Oft jüngere Generation mit Wachstumsambitionen.
    04

    Strategische und Finanzkäufer

    • ·Etablierte Wettbewerber, Lieferanten oder Kunden mit Konsolidierungsstrategie.
    • ·Private-Equity-Investoren mit Buy-and-Build-Strategie.
    • ·Family Offices mit langfristigem Investmenthorizont.

    Was Ihr Unternehmen bei der Nachfolge wert ist

    Die Bewertung bei einer Nachfolge unterscheidet sich systematisch von der bei einem Asset-getriebenen Verkauf. Familieninterne Übergaben nutzen häufig steuerlich optimierte Werte. Externe Verkäufe folgen Marktmultiples. Wer beide Logiken kennt, kann den Weg gezielt nach dem Wert auswählen, den er realisieren will.

    Bei einem externen Verkauf gelten dieselben Bewertungslogiken wie bei einem klassischen M&A-Prozess: bereinigtes EBITDA mal branchenüblichem Multiple, plus Werttreiber wie Wachstum, Recurring Revenue und Inhaberunabhängigkeit. Eine detaillierte Methodik finden Sie auf unserer Pillar-Page zur Unternehmensbewertung.

    Beim MBO oder MBI liegt der Verkaufspreis oft 10 bis 20 Prozent unter dem maximalen externen Verkaufswert, weil der Käufer typischerweise weniger Kapital hat und Verkäuferdarlehen Teil der Struktur sind. Dafür gewinnen Sie Kontinuität, geringere Übergaberisiken und oft eine schnellere Umsetzung.

    Bewertungsrelevante Faktoren bei der Nachfolge

    • ·Bereinigtes EBITDA und nachhaltige Marge
    • ·Inhaberunabhängigkeit und Management-Tiefe
    • ·Kundenkonzentration und Vertragslaufzeiten
    • ·Kontinuität der Schlüsselpersonen über die Übergabe hinaus
    • ·Übergabefähigkeit der operativen Prozesse
    • ·Bilanzqualität und Working-Capital-Profil

    Bewertung in 2 Minuten

    Sie wollen wissen, welchen Wert Ihr Unternehmen heute hätte?

    Unser Bewertungsrechner liefert in 2 Minuten eine indikative Spanne. Manuell von unserem Team geprüft, bevor Sie den Report erhalten.

    Bewertung starten

    Der Nachfolgeprozess Schritt für Schritt

    Vier klar gegliederte Phasen führen von der ersten Standortbestimmung bis zur vollständigen Übergabe. Den vollständigen Ablauf des externen Verkaufsprozesses zeigen wir vertiefend auf unserer Ablauf-Seite zum Unternehmensverkauf.

    01Monat 1-3

    Standortbestimmung

    • ·Indikative Bewertung
    • ·Analyse der Inhaberabhängigkeit
    • ·Erste Optionen-Skizze (Familie, MBO, MBI, externer Verkauf)
    • ·Steuerliche Grobplanung
    02Monat 4-9

    Strategie und Vorbereitung

    • ·Festlegung des bevorzugten Weges
    • ·Strukturoptimierungen (Holding, Steueraspekte, Lohnsummen-Tracking)
    • ·Operative Vorbereitung (Management-Tiefe, Owner-Independence)
    • ·Aufbau Datenraum und Reporting
    03Monat 10-18

    Umsetzung

    • ·Familiärer Weg: Übergabe-Vereinbarungen, Schenkungs- oder Erbverträge
    • ·MBO/MBI: Verhandlung der Beteiligungs- und Finanzierungsstruktur
    • ·Externer Verkauf: Käuferansprache, LOI, Due Diligence, SPA
    • ·Notarielle Beurkundung
    04Monat 19-24

    Übergabe und Begleitung

    • ·Operative Übergabe, Mitarbeiter- und Kundenkommunikation
    • ·Übergangs-Beirat oder Beiratstätigkeit des Alt-Inhabers
    • ·Earn-Out-Phase, falls vereinbart
    • ·Auflösung der Inhabertätigkeit

    Die Nachfolge gezielt vorbereiten

    Der Wert einer Nachfolge entsteht in den Jahren vor der Übergabe, kaum in den letzten Monaten. Wer 24 bis 60 Monate vor dem geplanten Übergabezeitpunkt strukturiert arbeitet, hat die größten Hebel auf Bewertung, Steuern und Übergabefähigkeit. Für einen detaillierten Schritt-für-Schritt-Plan über die gesamte Vorbereitungszeit verweisen wir auf unsere Sister-Page zur Nachfolgeplanung.

    Die typischen Vorbereitungs-Themen sind klar umrissen: Inhaberunabhängigkeit aufbauen, EBITDA bereinigen, Vertragslandschaft strukturieren, Reporting professionalisieren, Schlüsselpersonen binden, Holding-Struktur aufsetzen. Jeder dieser Hebel ist einzeln überschaubar. In Summe entscheiden sie über sieben- bis achtstellige Bewertungs-Unterschiede.

    Für Inhaberinnen und Inhaber, die in den nächsten 12 bis 24 Monaten ihre Nachfolge realisieren möchten, bieten wir unser dediziertes Exit-Consulting-Programm an. Es bereitet das Unternehmen systematisch auf Übergabe und Verkauf vor und macht die Substanz sichtbar, die im Käufergespräch tatsächlich bewertet wird.

    Pre-Sale Programm

    Bereiten Sie Ihre Nachfolge strukturiert vor.

    Unser 12-Monats-Exit-Consulting-Programm baut die Substanz auf, die im Nachfolgeprozess bewertet wird. Vier Phasen, klarer Maßnahmenplan, messbarer Bewertungs-Uplift.

    Exit-Consulting kennenlernen

    Häufige Fragen

    Direkte Antworten zu Zeitpunkt, Wegen, Steuern, Käufersuche und Diskretion in der Unternehmensnachfolge.

    Idealerweise 24 bis 60 Monate vor dem geplanten Übergabezeitpunkt. Bei familiären Nachfolgen mit komplexen Strukturen oder einem geplanten Holding-Setup sind auch 60 bis 120 Monate sinnvoll. Wer früher startet, hat alle Optionen offen und kann steuerlich wie operativ deutlich mehr Hebel realisieren.

    Die Unternehmensnachfolge umfasst alle Wege, das Lebenswerk in neue Hände zu übergeben, auch familienintern oder über ein MBO. Der Unternehmensverkauf bezeichnet im engeren Sinn nur den externen Verkauf an Käufer außerhalb des Unternehmens. Jede Nachfolge ist eine Verkaufsentscheidung, aber nicht jeder Verkauf ist eine Nachfolge im klassischen Sinn.

    Über die §§ 13a und 13b ErbStG ist eine Verschonung von 85 bis 100 Prozent des begünstigten Vermögens möglich. Voraussetzung sind Behaltefristen von 5 bis 7 Jahren und das Einhalten bestimmter Lohnsummen-Schwellen. Bei großen Vermögen über 26 Mio. Euro greift zusätzlich die Bedürfnisprüfung der Großerwerbsregelung.

    Bei einem MBO erwerben Geschäftsführer oder Schlüsselpersonen das Unternehmen vom Inhaber. Finanziert wird typischerweise über Eigenkapital der Manager, ein Verkäuferdarlehen sowie eine Bankfinanzierung. Häufig ist auch ein Minderheits-Investor involviert. Die Struktur wird so gewählt, dass die laufenden Cashflows die Finanzierungskosten tragen.

    Ein professioneller M&A-Berater erstellt ein anonymes Profil und spricht systematisch Long Lists aus strategischen Käufern, Private-Equity-Häusern und Family Offices an. Parallel laufen Suchen über spezialisierte Plattformen. Eine breite, diskrete Ansprache schafft Wettbewerb und ist die wichtigste Hebel-Größe für den späteren Verkaufspreis.

    Die Regelverschonung stellt 85 Prozent des begünstigten Betriebsvermögens steuerfrei, bei einer Behaltefrist von 5 Jahren und definierter Lohnsumme. Die Optionsverschonung erhöht den Freibetrag auf 100 Prozent, fordert aber eine Behaltefrist von 7 Jahren und höhere Lohnsummen-Anforderungen. Die Entscheidung zwischen den Modellen will sorgfältig vorbereitet sein.

    Von der Standortbestimmung bis zur vollständigen Übergabe rechnen wir typischerweise mit 24 Monaten in der Umsetzungsphase. Die strukturelle und steuerliche Vorbereitung im Vorfeld kann weitere 24 bis 36 Monate beanspruchen. In Summe liegen wir bei einer durchdachten Nachfolge selten unter zwei Jahren.

    Die strukturelle und steuerliche Vorbereitung bleibt für die Belegschaft unsichtbar. Bei der externen Käufersuche arbeiten wir mit anonymisierten Profilen, NDAs und gestaffelter Informationsfreigabe. Die offene Kommunikation an Mitarbeiter und Kunden erfolgt erst nach Signing, idealerweise gemeinsam mit dem neuen Inhaber.

    Sprechen Sie mit uns über Ihre Nachfolge

    Eine vertrauliche Erstanalyse Ihrer Situation, der möglichen Wege und der für Sie passenden Lösung kostet Sie nichts und gibt Klarheit über Ihre Optionen.