Verkauf & Nachfolge

    GmbH verkaufen

    Was Sie über den Verkauf Ihrer GmbH wirklich wissen sollten.

    Der Verkauf einer GmbH ist in Deutschland der häufigste Weg, ein Unternehmen zu übergeben. Rund 90 Prozent aller Unternehmensverkäufe im deutschen Mittelstand laufen über den Verkauf von GmbH-Anteilen. Trotzdem unterschätzen viele Inhaber die rechtlichen, steuerlichen und prozessualen Besonderheiten, die diesen Verkaufstyp von anderen Transaktionsformen unterscheiden.

    Wir begleiten Inhaberinnen und Inhaber von GmbHs durch den gesamten Verkaufsprozess. Von der ersten indikativen Bewertung über die strukturierte Käuferansprache bis zur Unterzeichnung beim Notar. Unser Anspruch: Sie erhalten den Preis, den Ihr Lebenswerk verdient, und behalten dabei die volle Kontrolle über Timing, Diskretion und Käuferauswahl.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine GmbH-Beteiligung wird typischerweise mit dem 5- bis 12-fachen EBITDA bewertet, abhängig von Branche und Größe.
    • Beim Share Deal liegt die effektive Steuerlast über das Teileinkünfteverfahren bei rund 28,5 Prozent, über eine Holding nur bei rund 1,5 Prozent.
    • In unserem aktiven Netzwerk erreichen wir über 250 mögliche Käufer für Mittelstandsmandate.
    • Ein strukturierter GmbH-Verkauf dauert in der Regel sechs bis neun Monate bis zum Closing.

    Stand: Juni 2026 · Geprüft vom FISART-Senior-Team

    5-12x EBITDA

    250+ aktive Käufer

    6-9 Monate

    Was den GmbH-Verkauf von anderen Unternehmensverkäufen unterscheidet

    Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit. Verkauft werden in der Regel die Geschäftsanteile selbst. Das operative Geschäft verbleibt bei der GmbH und wechselt lediglich den Gesellschafter. Für Kunden, Verträge und Mitarbeiter ändert sich rechtlich zunächst nichts.

    Der Verkauf von GmbH-Anteilen unterliegt der zwingenden notariellen Beurkundungspflicht nach Paragraph 15 Absatz 3 GmbHG. Sowohl das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft als auch die dingliche Anteilsübertragung müssen vor einem Notar beurkundet werden. Das erhöht die Anforderungen an die Vertragsgestaltung und die Koordination beim Closing.

    Gesellschaftsvertragliche Klauseln wie Vorkaufsrechte, Zustimmungsvorbehalte oder Vinkulierungen können den Verkaufsprozess massgeblich beeinflussen. Wer Mitgesellschafter hat, muss die Satzung vor der Vermarktung sauber prüfen lassen. Späte Überraschungen aus alten Klauseln gehören zu den häufigsten Bremsen in Verkaufsprozessen.

    Steuerlich greift bei Anteilen ab einer Beteiligung von einem Prozent das Teileinkünfteverfahren nach Paragraph 17 EStG, was den Verkauf von GmbH-Anteilen oft steuerlich attraktiver macht als einen Asset Deal. In Kombination mit einer langfristig aufgesetzten Holdingstruktur lässt sich die Belastung weiter senken.

    Share Deal oder Asset Deal, welche Struktur für welche Situation

    Die Wahl der Transaktionsstruktur ist eine der ersten und folgenreichsten Entscheidungen im Prozess. Sie wirkt auf Steuerlast, Risiko-Verteilung und Komplexität.

    Option A

    Share Deal

    Verkauf der GmbH-Anteile (Geschäftsanteile). Die Gesellschaft bleibt als Rechtsperson erhalten, lediglich der Gesellschafter wechselt.

    Vorteile aus Verkäufersicht

    • Steuerliche Begünstigung über Paragraph 17 EStG, Teileinkünfteverfahren mit 40 Prozent steuerfrei
    • Vollständiger Ausstieg aus sämtlichen Verbindlichkeiten der GmbH
    • Einfacher Prozess, da nur die Anteile übertragen werden

    Wann sinnvoll: typischer Standardfall für Inhaberinnen und Inhaber, die einen sauberen Schnitt wollen und die steuerliche Begünstigung nutzen möchten.

    Option B

    Asset Deal

    Verkauf einzelner Vermögensgegenstände und Verträge. Die GmbH als Hülle bleibt beim Verkäufer.

    Vorteile aus Käufersicht

    • Klare Risikoabgrenzung, keine Übernahme unbekannter Verbindlichkeiten
    • Steuerliche Abschreibung des Kaufpreises über Goodwill möglich
    • Cherry Picking, der Käufer wählt aus, welche Assets übernommen werden

    Wann sinnvoll: bei Carve-Outs einzelner Geschäftsbereiche oder in distressed Situationen, in denen Risiken klar isoliert werden müssen.

    Praxis-Hinweis: Im deutschen Mittelstand läuft die überwiegende Mehrheit der GmbH-Verkäufe als Share Deal. Asset Deals kommen vor allem bei distressed Situationen oder Carve-Outs vor. Wer eine GmbH-Hülle nicht zwingend behalten will, fährt steuerlich und prozessual mit dem Share Deal in der Regel besser. Was der Asset Deal arbeitsrechtlich für die Belegschaft bedeutet, regelt der Betriebsübergang nach § 613a BGB.

    Steuern beim GmbH-Verkauf, was Sie wirklich behalten

    Paragraph 17 EStG erklärt. Bei wesentlicher Beteiligung (ab einem Prozent in den letzten fünf Jahren) gilt der Verkaufsgewinn als gewerbliche Einkünfte. Damit liegt der Vorgang im Einkommensteuerregime und nicht in der Abgeltungsteuer.

    Teileinkünfteverfahren. 40 Prozent des Verkaufsgewinns sind steuerfrei, 60 Prozent unterliegen der persönlichen Einkommensteuer plus Solidaritätszuschlag. Bei Spitzensteuersatz liegt die effektive Belastung bei etwa 28,5 Prozent des Verkaufsgewinns.

    Holdingstruktur (Spardose-Modell). GmbH-Anteile werden vor dem Verkauf in eine vorgeschaltete Holding-GmbH eingelegt. Beim späteren Verkauf der operativen GmbH durch die Holding sind 95 Prozent des Gewinns nach Paragraph 8b KStG steuerfrei. Die steuerliche Belastung sinkt auf rund 1,5 Prozent auf Holding-Ebene (Körperschaftsteuer plus Gewerbesteuer auf die 5 Prozent fiktive Betriebsausgabe).

    Wichtig zu Sperrfristen. Die Holdingstruktur muss langfristig vor dem Verkauf aufgesetzt werden. Sperrfristen und Missbrauchsregelungen beachten. Drei bis fünf Jahre Vorlauf sind ideal für Strukturoptimierungen. Wer den Verkauf erst kurzfristig plant, sollte frühzeitig mit Steuerberater und M&A-Berater sprechen.

    Effektive Steuerbelastung beim GmbH-Verkauf (indikativ)

    KonstellationRechtsgrundlageEffektive Belastung
    GmbH-Anteile privatParagraph 17 EStG, Teileinkünfteverfahrenrund 28,5 Prozent
    GmbH-Anteile über HoldingParagraph 8b KStG, 95 Prozent steuerfreirund 1,5 Prozent auf Holding-Ebene
    Asset Deal über die GmbHGesellschaftsebene plus Ausschüttungrund 48 Prozent bei voller Privatentnahme

    Wie sich diese Hebel im Detail auf Ihren Netto-Erlös auswirken, vertiefen unsere Ratgeber zu den Steuern beim Unternehmensverkauf, zur Holding vor dem Unternehmensverkauf und zum Vergleich von Share Deal und Asset Deal. Wie viel am Ende netto bleibt, zeigt der Beitrag dazu, was netto vom Unternehmensverkauf übrig bleibt.

    Disclaimer

    Diese Ausführungen ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung. Wir koordinieren auf Wunsch die Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerberater oder bringen erfahrene Spezialisten ein.

    GmbH-Anteile verkaufen: der rechtliche Ablauf

    Wer GmbH-Anteile verkaufen möchte, durchläuft einen klar geregelten rechtlichen Ablauf. Im Zentrum steht der Anteilskaufvertrag (Share Purchase Agreement), der die Geschäftsanteile vom Verkäufer auf den Käufer überträgt. Die GmbH selbst bleibt als Rechtsträger bestehen, es wechselt nur der Gesellschafter.

    Sowohl der schuldrechtliche Kaufvertrag als auch die dingliche Abtretung der Anteile müssen nach Paragraph 15 Absatz 3 GmbHG zwingend notariell beurkundet werden. Der Notar prüft die Beteiligungsverhältnisse, beurkundet den Vertrag und reicht die aktualisierte Gesellschafterliste beim Handelsregister ein. Erst mit Aufnahme der neuen Gesellschafterliste gilt der Erwerber im Verhältnis zur Gesellschaft als Gesellschafter (Paragraph 16 GmbHG).

    Vor der Beurkundung sind die Satzung auf Vorkaufsrechte und Vinkulierungsklauseln zu prüfen, etwaige Zustimmungen der Mitgesellschafter einzuholen und der Kaufpreismechanismus festzulegen. Wie sich diese Schritte sauber vorbereiten lassen, zeigt unser Leitfaden mit den 12 Schritten zur GmbH-Verkauf-Vorbereitung.

    Wer kauft GmbHs, vier typische Käufergruppen

    Die Käuferlandschaft für GmbH-Anteile ist breit. Die Wahl der passenden Käufergruppe entscheidet über Preis, Geschwindigkeit und Form der Übergabe. Wir richten Ansprache und Story bewusst auf die Profile aus, die zu Ihrer Situation passen. Zwei Wege vertiefen eigene Leitfäden: Management Buy-Out durch das eigene Team und Search Funds als Nachfolgelösung.

    01

    Strategische Käufer

    Etablierte Mittelständler oder Konzerne aus derselben oder einer angrenzenden Branche. Motivation sind Marktanteile, geografische Expansion und der Erwerb von Technologie oder Know-how. Strategen zahlen wegen realisierbarer Synergien oft die höchsten Multiples im Markt.

    02

    Private-Equity-Investoren

    Finanzinvestoren mit Buy-and-Build-Strategie. Sie suchen Plattform-Investments mit 10 bis 50 Millionen Euro EBITDA oder kleinere Add-Ons für bestehende Beteiligungen. PE-Investoren bringen Kapital für Wachstum mit und behalten den Inhaber oft als CEO oder Beirat im Unternehmen.

    03

    Family Offices

    Vermögensverwaltungen vermögender Familien mit langfristigem Investmenthorizont. Sie suchen stabile, etablierte Unternehmen mit verlässlichem Cashflow. Das Kapital ist geduldiger als bei PE und der Druck auf kurzfristige Exits fällt deutlich geringer aus.

    04

    MBI-Kandidaten und Search Funds

    Erfahrene Manager, die mit Investorenrückendeckung selbst ein Unternehmen übernehmen wollen. Geeignet für kleinere GmbHs mit klar übergabefähigem operativem Geschäft. Search Funds erleben in DACH seit 2020 ein starkes Wachstum.

    Was Ihre GmbH wirklich wert ist

    Die Bewertung einer GmbH erfolgt im Mittelstand fast immer über Multiples. Das bereinigte EBITDA wird mit einem branchenüblichen Faktor multipliziert. DCF-Verfahren spielen bei kleineren und mittleren GmbHs eine untergeordnete Rolle und werden eher in Konzernsituationen herangezogen.

    Multiples variieren stark nach Branche, Größe und Profil. Kleine Dienstleister liegen bei 3 bis 5x EBITDA, profitable Industriebetriebe bei 5 bis 8x, SaaS- und Tech-Spezialisten erreichen oft 10x und mehr. Eine vertiefende Einordnung finden Sie auf unserer Pillar-Page zur Unternehmensbewertung. Aktuelle Bandbreiten je Branche zeigt unsere Übersicht zu den EBITDA-Multiples nach Branchen.

    EBITDA-Bereinigungen sind im GmbH-Verkauf entscheidend. Inhabergehalt auf Marktniveau, nicht-betriebsnotwendiges Vermögen, Einmaleffekte und Auflagen müssen sauber heraus- oder hineingerechnet werden, bevor das Multiple angesetzt wird. Welche Hebel den Wert in den Monaten vor dem Verkauf gezielt steigern, zeigt unser Leitfaden dazu, wie Sie den Wert Ihrer GmbH systematisch steigern.

    Bewertungsrelevante Faktoren

    • ·Bereinigtes EBITDA und Marge
    • ·Wachstumsrate der letzten drei bis fünf Jahre
    • ·Kundenkonzentration und Vertragsstruktur
    • ·Wiederkehrende Umsätze und Vertragslaufzeiten
    • ·Inhaberabhängigkeit und Owner-Independence
    • ·Wettbewerbsstellung in der Branche

    Bewertung in 2 Minuten

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    Unser Bewertungsrechner liefert Ihnen in 2 Minuten eine indikative Spanne, manuell von unserem Team geprüft, bevor Sie den Report erhalten.

    Bewertung starten

    Der Verkaufsprozess Schritt für Schritt

    Vier klar strukturierte Phasen vom Mandat bis zum Closing. Eine detaillierte Beschreibung jeder Phase finden Sie auf unserer Ablauf-Seite zum Unternehmensverkauf.

    012 bis 4 Wochen

    Vorbereitung & Bewertung

    • ·EBITDA-Bereinigung, Strukturierung und Werttreiber-Analyse
    • ·Erstellung des Information Memorandums
    • ·Aufbau des Datenraums
    024 bis 8 Wochen

    Käuferansprache

    • ·Strukturierte Long-List aus unserem Käufernetzwerk
    • ·Anonymisierte Teaser-Versendung
    • ·NDA-Prozess mit qualifizierten Interessenten
    • ·Versand des Information Memorandums
    034 bis 6 Wochen

    Verhandlung & Due Diligence

    • ·Sammlung indikativer Angebote (Letters of Intent)
    • ·Auswahl der besten Käufer für die Due Diligence
    • ·Begleitung der DD-Phase und Q&A-Management
    • ·Verhandlung des Share Purchase Agreements
    044 bis 8 Wochen

    Closing

    • ·Finalisierung des Kaufvertrags mit Anwälten beider Seiten
    • ·Notarielle Beurkundung
    • ·Working-Capital-Pegs und Kaufpreis-Adjustments
    • ·Übergabe und Closing

    Vor dem Verkauf vorbereiten

    Der Wert einer GmbH ergibt sich aus konkreter Vorbereitung. Wer 12 bis 24 Monate vor dem geplanten Verkauf gezielt arbeitet, kann den Verkaufspreis im Schnitt um 20 bis 40 Prozent steigern. Die Hebel sind bekannt und systematisch umsetzbar. Mit dem Exit-Readiness-Check testen Sie Ihre Verkaufsbereitschaft und sehen, wo die größten Lücken liegen.

    Die typischen Hebel: Inhaberunabhängigkeit aufbauen, EBITDA-Bereinigungen sauber dokumentieren, Vertragslandschaft aufräumen, Kundenkonzentration reduzieren, Reporting professionalisieren. Jeder dieser Punkte zahlt sich im Bewertungsmultiple und in der Stabilität der Verhandlungsposition aus.

    Falls Sie noch keine GmbH-Struktur haben, sondern ein Einzelunternehmen oder eine Personengesellschaft führen, lohnt sich vor dem Verkauf ein Blick auf die Sister-Page zum Firmenverkauf. Dort beleuchten wir, wie sich Rechtsform und Verkaufsstruktur für andere Konstellationen darstellen.

    Für Inhaberinnen und Inhaber, die ihren Verkauf vorbereiten und zum Höchstpreis verkaufen wollen, gibt es unseren Prozess.

    Vorbereitung

    Strukturierte Vorbereitung mit unserem Prozess

    Bevor wir verkaufen, machen wir Ihre GmbH verkaufsfertig. In drei strukturierten Monaten arbeiten wir an den Werttreibern, die den Preis bestimmen, und gehen dann direkt in den wettbewerbsorientierten Verkauf. Vorbereitung und Verkauf aus einer Hand.

    Drei Monate, klarer Maßnahmenplan, messbarer Bewertungs-Uplift.

    Unseren Prozess kennenlernen

    Häufige Fehler beim GmbH-Verkauf

    Beim Verkauf einer GmbH wiederholen sich einige Fehler, die Zeit, Preis oder den ganzen Deal kosten. Fünf davon sehen wir besonders häufig.

    • ·Satzung und Vinkulierung zu spät prüfen. Vorkaufsrechte oder Zustimmungsvorbehalte der Mitgesellschafter bremsen den Prozess, wenn sie erst in der Vermarktung auffallen.
    • ·Die Holding zu spät aufsetzen. Der Steuervorteil nach Paragraph 8b KStG braucht mehrere Jahre Vorlauf und lässt sich kurz vor dem Verkauf kaum noch nutzen.
    • ·Das EBITDA nicht sauber bereinigen. Ein unbereinigtes EBITDA senkt den angesetzten Wert und damit den Kaufpreis spürbar.
    • ·Nur einen Käufer ansprechen. Ohne Wettbewerb mehrerer qualifizierter Interessenten fehlt der entscheidende Hebel auf den Preis.
    • ·Diskretion vernachlässigen. Wird der Verkauf zu früh bekannt, verunsichert das Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten.

    Jeder dieser Fehler lässt sich mit ausreichend Vorlauf und einer sauberen Vorbereitung vermeiden. Ein frühes Beratungsgespräch schafft die richtige Grundlage.

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    Im Mittelstand liegt die typische Prozessdauer bei sechs bis neun Monaten ab Mandatierung. Sehr gut vorbereitete Verkäufe schliessen schneller, komplexe Strukturen mit mehreren Gesellschaftern, Holding-Themen oder regulierten Branchen brauchen länger. Eine saubere Vorbereitung verkürzt vor allem die Due-Diligence-Phase deutlich.

    FISART arbeitet mit einer transparenten Honorarstruktur aus Vorbereitungs-Retainer und Erfolgsgebühr. Die Erfolgsgebühr orientiert sich am Kaufpreis und liegt im Mittelstand typischerweise im einstelligen Prozentbereich mit klaren Mindestbeträgen. Bei einem Verkauf über FISART wird der Retainer auf die Erfolgsgebühr angerechnet.

    Ja. Der Verkauf von GmbH-Anteilen unterliegt nach Paragraph 15 Absatz 3 GmbHG der zwingenden notariellen Beurkundungspflicht. Auch der Kaufvertrag selbst muss beurkundet werden. Wir koordinieren Notartermine, finale Vertragsfassungen und die Abstimmung mit den Anwälten beider Seiten.

    Das hängt vom Gesellschaftsvertrag ab. Viele Verträge enthalten Vorkaufsrechte, Andienungspflichten oder Zustimmungsvorbehalte (Vinkulierungsklauseln). Diese Regelungen müssen vor der externen Vermarktung sauber geprüft und beachtet werden. Eine frühzeitige Analyse vermeidet spätere Blockaden im Prozess.

    Im Privatvermögen greift bei wesentlicher Beteiligung das Teileinkünfteverfahren nach Paragraph 17 EStG. 40 Prozent des Gewinns sind steuerfrei, 60 Prozent unterliegen der persönlichen Einkommensteuer. Bei Spitzensteuersatz liegt die effektive Belastung bei rund 28,5 Prozent. Eine vorgeschaltete Holding kann die Belastung deutlich senken, muss aber langfristig aufgesetzt werden.Netto-Erlös nach Steuern berechnen

    GmbH-Anteile verkaufen Sie über einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag (Share Deal). Verkauft werden die Geschäftsanteile, das operative Geschäft bleibt unverändert bei der GmbH. Vor dem Verkauf sollten Sie den Wert der Anteile kennen sowie steuerliche Struktur und etwaige Vorkaufs- oder Zustimmungsrechte der Mitgesellschafter klären.GmbH-Wert ermitteln

    Beim Share Deal ändert sich für die Mitarbeiter rechtlich zunächst nichts. Die Arbeitsverhältnisse laufen unverändert mit der GmbH weiter, lediglich der Gesellschafter wechselt. Beim Asset Deal greift Paragraph 613a BGB, die Arbeitsverhältnisse gehen automatisch auf den Erwerber über. Eine offene Kommunikation zum richtigen Zeitpunkt ist in beiden Fällen entscheidend.

    Der Firmenname und eingetragene Marken gehen beim Share Deal mit der GmbH über. Ob der Käufer den Namen beibehält, ist Verhandlungsgegenstand. Viele Käufer führen etablierte Markennamen bewusst weiter, weil die Marktbekanntheit ein wesentlicher Werttreiber ist. Bei Carve-Outs können separate Markenrechte vereinbart werden.

    Diskretion ist im Mittelstand ein zentrales Anliegen. Wir arbeiten in der Vermarktung mit anonymisierten Teasern, qualifizieren Interessenten vor Offenlegung des Namens und nutzen strenge NDAs. Ihre Kunden, Mitarbeiter und Wettbewerber erfahren erst dann vom Verkauf, wenn Sie es entscheiden, in der Regel nach Signing oder Closing.

    Beim Verkauf von GmbH-Anteilen aus dem Privatvermögen greift das Teileinkünfteverfahren nach Paragraph 17 EStG: 40 Prozent des Gewinns sind steuerfrei, 60 Prozent unterliegen der persönlichen Einkommensteuer, effektiv rund 28,5 Prozent. Über eine rechtzeitig aufgesetzte Holding sinkt die Belastung nach Paragraph 8b KStG deutlich, sie muss aber mehrere Jahre vor dem Verkauf bestehen. Die Details ordnen unsere Ratgeber zum Steuer-Cluster ein.Steuern beim Unternehmensverkauf

    Der Anteilskaufvertrag und die Abtretung der Geschäftsanteile werden nach Paragraph 15 Absatz 3 GmbHG vor einem Notar beurkundet. Der Notar verliest und beurkundet den Vertrag, prüft die Beteiligungsverhältnisse und reicht die aktualisierte Gesellschafterliste beim Handelsregister ein. Erst mit deren Aufnahme gilt der Käufer gegenüber der Gesellschaft als neuer Gesellschafter (Paragraph 16 GmbHG).

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