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    M&A-Prozess-Roadmap

    Ein professioneller Unternehmensverkauf läuft in klaren Phasen. Diese Roadmap zeigt, was in jeder Phase passiert, wie lange sie typischerweise dauert und worauf Sie als Verkäufer achten. Die kommentierte Vorlage markiert die Stellen, an denen der Preis entsteht oder verloren geht.

    • Die sechs Phasen des Verkaufs
    • Mit Dauern und Ergebnissen je Phase
    • Markiert, wo der Preis entsteht
    • Von FISART kommentiert
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    Die sechs Phasen im Überblick

    Von der Vorbereitung über Ansprache, indikative Angebote und Due Diligence bis zu Verhandlung und Closing dauert ein strukturierter Verkauf typischerweise neun bis fünfzehn Monate. Die Phasen überlappen sich, die Einzeldauern addieren sich also nicht einfach.

    Die Phasen im Detail

    1. Vorbereitung (3 bis 12 Monate). Sie bringen das Unternehmen in Verkaufsbereitschaft: Zahlen aufbereiten, EBITDA bereinigen, Unterlagen sammeln, eine erste Bewertung und eine überzeugende Wachstumsstory erarbeiten. Hier entsteht der Preis, denn dies ist die einzige Phase, die vollständig in Ihrer Hand liegt.

    2. Ansprache und Vermarktung (1 bis 2 Monate). Auf Basis eines anonymen Teasers wird eine Liste passender Käufer erstellt und angesprochen. Interessenten unterzeichnen eine Geheimhaltungsvereinbarung, bevor sie Details erhalten. Ziel ist Wettbewerb, denn mehrere ernsthafte Interessenten parallel erzeugen Preis und Sicherheit.

    3. Indikative Angebote (3 bis 6 Wochen). Interessenten geben unverbindliche Angebote ab, meist als Absichtserklärung (LOI) mit Bewertungsindikation und groben Konditionen. Mit dem LOI verlangt der Käufer meist Exklusivität. Ab diesem Moment verlieren Sie Ihren Wettbewerbshebel, deshalb gehören Dauer und Bedingungen sorgfältig verhandelt.

    4. Due Diligence (4 bis 12 Wochen). Der Käufer prüft das Unternehmen im Detail über einen strukturierten Datenraum. Jetzt zahlt sich die Vorbereitung aus. Vollständige, widerspruchsfreie Unterlagen halten das Tempo hoch, Überraschungen im Datenraum kosten Preis oder landen als Garantie im Vertrag.

    5. Verhandlung und Kaufvertrag (3 bis 8 Wochen). Der Kaufvertrag (SPA) wird verhandelt: Kaufpreismechanik, Garantien, Freistellungen und die Bedingungen des Vollzugs. Hier entscheidet sich Ihr Netto-Erlös jenseits des Schlagzeilen-Preises, über Working Capital, Earn-out, Escrow und den Garantiekatalog.

    6. Signing, Closing und Übergang (2 bis 6 Wochen). Mit Unterzeichnung und Vollzug wechselt das Unternehmen den Eigentümer. Häufig folgt eine vereinbarte Übergangsphase. Nehmen Sie diese und etwaige Earn-out-Ziele ernst, denn sie bestimmen Ihre Zeit nach dem Closing und ob bedingte Kaufpreisteile tatsächlich fließen.

    Warum der Ablauf wichtig ist

    Wer den Prozess kennt, trifft bessere Entscheidungen und vermeidet die häufigsten Fehler: zu früh exklusiv mit einem Käufer verhandeln, unvorbereitet in die Due Diligence gehen oder die Kaufpreismechanik im Vertrag unterschätzen. Die Roadmap gibt Ihnen die Landkarte, bevor Sie losgehen, und macht sichtbar, an welchen Stellen wenige Wochen Vorbereitung später viel Geld wert sind.

    So nutzen Sie die Roadmap

    Verschaffen Sie sich zuerst den Überblick über alle Phasen und ihre Ergebnisse. Lesen Sie dann die FISART-Hinweise je Phase, die zeigen, worauf es ankommt. Für die Vorbereitung nutzen Sie ergänzend den Exit-Readiness-Check und die Due-Diligence-Checkliste, für die Ansprache die Teaser-Vorlage und die NDA.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie lange dauert ein Unternehmensverkauf?

    Typischerweise neun bis fünfzehn Monate, abhängig von Vorbereitung, Unternehmensgröße und Komplexität. Die Phasen überlappen sich.

    Welche Phase ist die wichtigste?

    Die Vorbereitung. Sie ist die einzige Phase, die vollständig in Ihrer Hand liegt, und der stärkste Hebel auf das Ergebnis.

    Wann verliere ich meinen Verhandlungshebel?

    Sobald Sie einem Käufer mit der Absichtserklärung Exklusivität gewähren. Begrenzen Sie deren Dauer und Bedingungen sorgfältig.

    Was ist der Unterschied zwischen Signing und Closing?

    Mit dem Signing wird der Kaufvertrag unterzeichnet. Das Closing ist der spätere Vollzug, bei dem die Bedingungen erfüllt sind und das Eigentum tatsächlich übergeht.

    Kann ich den Prozess beschleunigen?

    Ja, vor allem über die Vorbereitung. Ein vollständiger Datenraum und saubere Zahlen verkürzen die Due Diligence spürbar und halten das Momentum im Prozess.

    Wie viel ist Ihr Unternehmen wert?

    Starten Sie mit einer indikativen Bewertung oder sprechen Sie vertraulich mit einem Senior-Berater.

    Hinweis: Diese Vorlage dient der Orientierung und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.